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„Dies Haus Brückenwirt, mit heut’gem Namen, wacht’ am Eisack für alle, die des Weges kamen.“ (Aus der Chronik des Brückenwirts)

Ein Zeuge alter Holzbaukunst und hervorstechendes Baudenkmal in Neustift ist die gedeckte Holzbrücke, die dem Hotel Brückenwirt seinen Namen gibt.

Die erste Brücke über den Eisack, damals noch eine Steinbrücke, wurde 1507 errichtet. Sie erhielt ein Torhaus – und damit begann die Geschichte des Brückenwirts.

Die Brücke, deren Satteldach heute mit Holzschindeln eingedeckt ist, diente 1636, als die Pest in und um Neustift wütete, als Eingangssperre gegen Neustift. Zwei Wächter wurden an der Brücke aufgestellt, die niemanden ohne Gesundheitsschein passieren lassen durften.

Später war die Brücke keineswegs mehr Sperre, sondern vielmehr Eingang nach Neustift. Bis ins Jahr 2010 stellte die 3,3 Meter breite Holzbrücke von Brixen kommend die Zufahrt zum Kloster Neustift dar. Zahlreiche PKWs passierten sie jahrzehntelang ebenso wie Autobusse und Lastkraftwagen.

Heute führt eine schlichte Stahlbetonbrücke mit einem Geländer aus rostroten Stahllamellen den Verkehr etwas weiter vom Haus entfernt über den Eisack, die alte Holzbrücke ist nur mehr für Fußgänger geöffnet, ist und bleibt aber für den Brückenwirt mehr als nur ein Flussübergang.